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donderdag 29 oktober 2015

Herbst - Rainer Maria Rilke

Eén van mijn lievelingsgedichten:

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, 
als welkten in den Himmeln ferne Gärten; 
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde 
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. 
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen 
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

dinsdag 27 januari 2015

Circuslicht - Jan van Nijlen

Circuslicht

'k Zie elke avond aan de hemel branden
De gloed van 't circus en ik ben verblind
Door 't lokkend licht, ginds in de lage landen.
't Is of in droom het leven herbegint,

Of ik weer kind ben en nog weer verlang
Naar 't lieve spel van clowns en acrobaten,
Naar wigwam, vredespijp en boomerang
En naar de strijd van cowboys of piraten.

Dit teder licht verheldert de atmosfeer:
Morgen wellicht ontluiken de eerste blaren
En bouwen weer de vogels aan hun nest.

En ik begrijp, thans deftige meneer,
Hoe het geluk van de verloren jaren
Het enige is wat mij ten slotte rest.

Jan van Nijlen

woensdag 19 november 2014

Pakjesavond - J.A. Dèr Mouw



















Pakjesavond

Dan denk ik aan 't konijntje, dat ik zag
Als kind vóór Sint Niklaas achter het glas
Van dure speelgoedwinkel. O! dat was
Zo'n prachtig beestje, grijs en wit; het lag

Gezellig in zijn mandje in mooi-groen gras;
En als 'k van school kwam, bleef ik iedre dag
Staan kijken, bang, dat 't weg zou zijn. En, ach!
Eens was het weg: en toen begreep ik pas,

Dat ik toch heimlijk steeds was blijven hopen,
dat ik 't zou krijgen. Thuis heb 'k niet gepraat
Over 't konijntje, maar 'k wou niet meer lopen,

Omdat 'k dan huilde, aan die kant van de straat.
Nu zou 'k me zo'n konijntje kunnen kopen,
Maar ik word zelf al grijs. Want alles komt te laat.



J.A. Dèr Mouw

woensdag 3 augustus 2011

Vor dem Gewitter - Carl Busse


Vor dem Gewitter

Schwül drückte die Luft und der Tag versank,
Und die Lande lagen in Träumen,
Wie pochende Reue flüsterte bang
Der Thauwind in den Bäumen.

Kein Licht am Himmel, der Vollmond schlief
In dunklen Wolkengezelten,
Ein Vogel schwirrte, und geisterhaft rief
Sein Schrei durch die ängstlichen Welten.

Sonst hörtest du nichts; nur hier und da
Schwergehend ein Atemholen -
Wie Frauenhaarduft, betäubend und nah -
Von Rosen und Nachtviolen.

Zwei Fledermäuse flatterten grau,
Und hinter den thauwindgescheuchten,
Fliehenden Wolken, schweflig und blau,
Glühte ein Wetterleuchten.


donderdag 3 februari 2011

De Oostenrijkse dichter Georg Trakl werd op 3 februari 1887 in Salzburg geboren.


Melancholie des Abends

- Der Wald, der sich verstorben breitet -
Und Schatten sind um ihn, wie Hecken.
Das Wild kommt zitternd aus Verstecken,
Indes ein Bach ganz leise gleitet

Und Farnen folgt und alten Steinen
Und silbern glänzt aus Laubgewinden.
Man hört ihn bald in schwarzen Schlünden -
Vielleicht, daß auch schon Sterne scheinen.

Der dunkle Plan scheint ohne Maßen,
Verstreute Dörfer, Sumpf und Weiher,
Und etwas täuscht dir vor ein Feuer.
Ein kalter Glanz huscht über Straßen.

Am Himmel ahnet man Bewegung,
Ein Heer von wilden Vögeln wandern
Nach jenen Ländern, schönen, andern.
Es steigt und sinkt des Rohres Regung.

Georg Trakl

maandag 13 december 2010

Ein Winterabend • Georg Trakl


Ein Winterabend

Wenn der Schnee ans Fenster fällt.
Lang die Abendglocke läutet,
Vielen ist der Tisch bereitet
Und das Haus ist wohlbestellt.

Mancher auf der Wanderschaft
Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
Golden blüht der Baum der Gnaden
Aus der Erde kühlem Saft

Wanderer tritt still herein;
Schmerz versteinerte die Schwelle.
Da erglänzt in reiner Helle
Auf dem Tische Brot und Wein.

Georg Trakl
zie ook: http://marcelvangunst.blogspot.com/search/label/trakl

dinsdag 24 augustus 2010

Im August * Heinrich Seidel



Im August

Nun, geschmückt mit bunten Kränzen
Bei der Abendsonne Glänzen,
Unter Jauchzen und Gesang
Schwankt der letzte Erntewagen,
Drauf die goldnen Garben ragen,
Seinen Weg zum Dorf entlang.

Von den Feldern ist geschwunden,
In den Scheuern liegt gebunden
Nun des Sommers Goldgewinn,
Und ein Hauch von Herbstesahnung
Weht wie eine leise Mahnung
Ueber leere Stoppeln hin.

Aber heimlich reift die Traube,
Und versteckt im grünen Laube
Goldner Früchte süsse Last.
Bald nun, nach des Frühlings Blühen
Und der Sommersonne Glühen,
Ladet uns der Herbst zu Gast.

Heinrich Seidel

donderdag 3 juni 2010

Es färbte sich die Wiese grün - Novalis



Es färbte sich die Wiese grün...

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Und immer dunkler ward der Wald
Auch bunter Sänger Aufenthalt,
Es drang mir bald auf allen Wegen
Ihr Klang in süßen Duft entgegen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Es quoll und trieb nun überall
Mit Leben, Farben, Duft und Schall,
Sie schienen gern sich zu vereinen,
Daß alles möchte lieblich scheinen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

So dacht ich: ist ein Geist erwacht,
Der alles so lebendig macht
Und der mit tausend schönen Waren
Und Blüten sich will offenbaren?
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Vielleicht beginnt ein neues Reich –
Der lockre Staub wird zum Gesträuch
Der Baum nimmt tierische Gebärden
Das Tier soll gar zum Menschen werden.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Wie ich so stand und bei mir sann,
Ein mächtger Trieb in mir begann.
Ein freundlich Mädchen kam gegangen
Und nahm mir jeden Sinn gefangen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Sie ging vorbei, ich grüßte sie,
Sie dankte, das vergeß ich nie –
Ich mußte ihre Hand erfassen
Und Sie schien gern sie mir zu lassen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Uns barg der Wald vor Sonnenschein
Das ist der Frühling fiel mir ein.
Kurzum, ich sah, daß jetzt auf Erden
Die Menschen sollten Götter werden.
Nun wußt ich wohl, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Novalis

dinsdag 29 december 2009

Im Winter - Georg Trakl


Im Winter

Der Acker leuchtet weiß und kalt.
Der Himmel ist einsam und ungeheuer.
Dohlen kreisen über dem Weiher
Und Jäger steigen nieder vom Wald.

Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt.
Ein Feuerschein huscht aus den Hütten.
Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten
Und langsam steigt der graue Mond.

Ein Wild verblutet sanft am Rain
Und Raben plätschern in blutigen Gossen.
Das Rohr bebt gelb und aufgeschossen.
Frost, Rauch, ein Schritt im leeren Hain.

Georg Trakl

dinsdag 25 augustus 2009

Abendsonne, Johann Wolfgang von Goethe


Abendsonne

Betrachtet, wie in Abendsonne-Glut
Die grünumgebenen Hütten schimmern!
Sie rückt und weicht, der Tag ist überlebt,
Dort eilt sie hin und fördert neues Leben.
O ! daß kein Flügel mich vom Boden hebt,
Ihr nach und immer nach zu streben!
Ich säh’ im ew’gen Abendstrahl
Die stille Welt zu meinen Füßen,
Entzündet alle Höhn, beruhigt jedes Tal,
Den Silberbach in goldene Ströme fließen.
Nicht hemmte dann den göttergleichen Lauf
Der wilde Berg mit allen seinen Schluchten;
Schon tut das Meer sich mit erwärmten Buchten
Vor den erstaunten Augen auf.
Doch scheint die Göttin endlich wegzusinken;
Allein der neue Trieb erwacht,
Ich eile fort, ihr ew’ges Licht zu trinken,
Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht,
Den Himmel über mir und unter mir die Wellen.
Ein schöner Traum, indessen sie entweicht!
Ach, zu des Geistes Flügeln wird so leicht
Kein körperlicher Flügel sich gesellen.
Doch ist es jedem eingeboren,
Daß sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt,
Wenn über uns, im blauen Raum verloren,
Ihr schmetternd Lied die Lerche singt,
Wenn über schroffen Fichtenhöhen
Der Adler ausgebreitet schwebt
Und über Flächen, über Seen
Der Kranich nach der Heimat strebt.

Johann Wolfgang von Goethe

woensdag 11 maart 2009

"Vorfruehling" van Hugo von Hofmannsthal


Vorfrühling

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.

Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.

Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte,
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.

Er flog mit Schweigen
Durch flüsternde Zimmer
Und löschte im Neigen
Der Ampel Schimmer.

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Durch die glatten
Kahlen Alleen
Treibt sein Wehn
Blasse Schatten

Und den Duft,
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern Nacht.

Hugo von Hofmannsthal

woensdag 14 januari 2009

"Waldgespräch" - Joseph Freiherr von Eichendorff


Waldgespräch

Es ist schon spät, es wird schon kalt,
Was reitst du einsam durch den Wald?
Der Wald ist lang, du bist allein,
Du schöne Braut! Ich führ dich heim!
»Groß ist der Männer Trug und List,
Vor Schmerz mein Herz gebrochen ist,
Wohl irrt das Waldhorn her und hin,
O flieh! Du weißt nicht, wer ich bin.«

So reich geschmückt ist Roß und Weib,
So wunderschön der junge Leib,
Jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei!
Du bist die Hexe Lorelei.

»Du kennst mich wohl – von hohem Stein
Schaut still mein Schloß tief in den Rhein.
Es ist schon spät, es wird schon kalt,
Kommst nimmermehr aus diesem Wald!«

Joseph Freiherr von Eichendorff

vrijdag 21 november 2008

Ein Herbstabend - Georg Trakl


Ein Herbstabend

Das braune Dorf. Ein Dunkles zeigt im Schreiten
Sich oft an Mauern, die im Herbste stehn,
Gestalten: Mann wie Weib, Verstorbene gehn
In kühlen Stuben jener Bett bereiten.

Hier spielen Knaben. Schwere Schatten breiten
Sich über braune Jauche. Mägde gehn
Durch feuchte Bläue und bisweilen sehn
Aus Augen sie, erfüllt von Nachtgeläuten.

Für Einsames ist eine Schenke da;
Das säumt geduldig unter dunklen Bogen,
Von goldenem Tabaksgewölk umzogen.

Doch immer ist das Eigne schwarz und nah.
Der Trunkne sinnt im Schatten alter Bogen
Den wilden Vögeln nach, die ferngezogen.

Georg Trakl

zondag 2 november 2008

Allerzielen 2008


Allerseelen
An Karl Hauer

Die Männlein, Weiblein, traurige Gesellen,
Sie streuen heute Blumen blau und rot
Auf ihre Grüfte, die sich zag erhellen.
Sie tun wie arme Puppen vor dem Tod.

O! wie sie hier voll Angst und Demut scheinen,
Wie Schatten hinter schwarzen Büschen stehn.
Im Herbstwind klagt der Ungebornen Weinen,
Auch sieht man Lichter in die Irre gehn.

Das Seufzen Liebender haucht in Gezweigen
Und dort verwest die Mutter mit dem Kind.
Unwirklich scheinet der Lebendigen Reigen
Und wunderlich zerstreut im Abendwind.

Ihr Leben ist so wirr, voll trüber Plagen.
Erbarm' dich Gott der Frauen Höll' und Qual,
Und dieser hoffnungslosen Todesklagen.
Einsame wandeln still im Sternensaal.

Georg Trakl

Neanderthal • artifacts • fontmaure • paleolithic • mousterian • jasper

Mijn kleine verzameling jaspis werktuigen gemaakt door Neanderthalers.   Vindplaats: een heel klein gebied in Frankrijk.   De plek is moment...