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donderdag 29 oktober 2015

Herbst - Rainer Maria Rilke

Eén van mijn lievelingsgedichten:

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, 
als welkten in den Himmeln ferne Gärten; 
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde 
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. 
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen 
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

dinsdag 14 augustus 2012

Im Garten • Theodor Storm




















Im Garten


Hüte, hüte den Fuß und die Hände,
Eh sie berühren das ärmste Ding!
Denn du zertrittst eine häßliche Raupe
Und tötest den schönsten Schmetterling.

Theodor Storm

vrijdag 21 oktober 2011

woensdag 3 augustus 2011

Vor dem Gewitter - Carl Busse


Vor dem Gewitter

Schwül drückte die Luft und der Tag versank,
Und die Lande lagen in Träumen,
Wie pochende Reue flüsterte bang
Der Thauwind in den Bäumen.

Kein Licht am Himmel, der Vollmond schlief
In dunklen Wolkengezelten,
Ein Vogel schwirrte, und geisterhaft rief
Sein Schrei durch die ängstlichen Welten.

Sonst hörtest du nichts; nur hier und da
Schwergehend ein Atemholen -
Wie Frauenhaarduft, betäubend und nah -
Von Rosen und Nachtviolen.

Zwei Fledermäuse flatterten grau,
Und hinter den thauwindgescheuchten,
Fliehenden Wolken, schweflig und blau,
Glühte ein Wetterleuchten.


donderdag 3 juni 2010

Es färbte sich die Wiese grün - Novalis



Es färbte sich die Wiese grün...

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Und immer dunkler ward der Wald
Auch bunter Sänger Aufenthalt,
Es drang mir bald auf allen Wegen
Ihr Klang in süßen Duft entgegen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Es quoll und trieb nun überall
Mit Leben, Farben, Duft und Schall,
Sie schienen gern sich zu vereinen,
Daß alles möchte lieblich scheinen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

So dacht ich: ist ein Geist erwacht,
Der alles so lebendig macht
Und der mit tausend schönen Waren
Und Blüten sich will offenbaren?
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Vielleicht beginnt ein neues Reich –
Der lockre Staub wird zum Gesträuch
Der Baum nimmt tierische Gebärden
Das Tier soll gar zum Menschen werden.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Wie ich so stand und bei mir sann,
Ein mächtger Trieb in mir begann.
Ein freundlich Mädchen kam gegangen
Und nahm mir jeden Sinn gefangen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Sie ging vorbei, ich grüßte sie,
Sie dankte, das vergeß ich nie –
Ich mußte ihre Hand erfassen
Und Sie schien gern sie mir zu lassen.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Uns barg der Wald vor Sonnenschein
Das ist der Frühling fiel mir ein.
Kurzum, ich sah, daß jetzt auf Erden
Die Menschen sollten Götter werden.
Nun wußt ich wohl, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Novalis

dinsdag 25 augustus 2009

Abendsonne, Johann Wolfgang von Goethe


Abendsonne

Betrachtet, wie in Abendsonne-Glut
Die grünumgebenen Hütten schimmern!
Sie rückt und weicht, der Tag ist überlebt,
Dort eilt sie hin und fördert neues Leben.
O ! daß kein Flügel mich vom Boden hebt,
Ihr nach und immer nach zu streben!
Ich säh’ im ew’gen Abendstrahl
Die stille Welt zu meinen Füßen,
Entzündet alle Höhn, beruhigt jedes Tal,
Den Silberbach in goldene Ströme fließen.
Nicht hemmte dann den göttergleichen Lauf
Der wilde Berg mit allen seinen Schluchten;
Schon tut das Meer sich mit erwärmten Buchten
Vor den erstaunten Augen auf.
Doch scheint die Göttin endlich wegzusinken;
Allein der neue Trieb erwacht,
Ich eile fort, ihr ew’ges Licht zu trinken,
Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht,
Den Himmel über mir und unter mir die Wellen.
Ein schöner Traum, indessen sie entweicht!
Ach, zu des Geistes Flügeln wird so leicht
Kein körperlicher Flügel sich gesellen.
Doch ist es jedem eingeboren,
Daß sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt,
Wenn über uns, im blauen Raum verloren,
Ihr schmetternd Lied die Lerche singt,
Wenn über schroffen Fichtenhöhen
Der Adler ausgebreitet schwebt
Und über Flächen, über Seen
Der Kranich nach der Heimat strebt.

Johann Wolfgang von Goethe

zondag 12 juli 2009

Simon Vinkenoog overleden



BLOEDGANG

er is het onderhuids verraad
dat elk verweer aan stukken slaat
mijn verweer -- het geweer
op mijzelf gericht
de eigen klap
in het eigen gezicht
de opgebroken straat
het huis dat aan het water staat
herinnering
aan het foetus-zijn:
de deur intrappen met ogen dicht
en reeds het bankroet van de laatste snik
de laatste adem
het laatste gedicht

- - -

http://www.simonvinkenoog.nl/
http://nl.wikipedia.org/wiki/Simon_Vinkenoog
beelden
©parool
kersvers

Neanderthal • artifacts • fontmaure • paleolithic • mousterian • jasper

Mijn kleine verzameling jaspis werktuigen gemaakt door Neanderthalers.   Vindplaats: een heel klein gebied in Frankrijk.   De plek is moment...